Welche Versicherungen brauche ich ?

Welche Versicherungen brauche ich?

Diese Frage habe ich schon oft gehört und die Antwort darauf lautet: Es gibt einige elementare Absicherungen, mit denen man sich absichern sollte! Darüber hinaus gibt es dann noch viele Bereiche, deren Notwendigkeit von der eigenen aktuellen Lebenssituation abhängig ist. Nun aber zur der Hauptfrage: Welche Versicherungen brauche ich?  

Haftpflichtversicherung

 

Die wichtigste Versicherung überhaupt ist die private Haftpflichtversicherung. Diese schützt Sie vor Schadensansprüchen Dritter – z. B. Sie helfen einem Freund beim Umzug und lassen etwas Wertvolles fallen oder der Verlust des Schlüssels zur Arbeitsstelle oder Mietwohnung. Auch Personen- und Vermögensschäden sind über die Haftpflichtversicherung abgedeckt. Solche Schäden können schnell existenzgefährdend sein – daher sollten Sie sich in diesem Bereich ordentlich absichern. Ein solcher Schutz kostet in der Regel zwischen 60 – 80,- € im Jahr und kann für Sie Schäden abwehren, die schnell in die Tausende, Zehntausende oder noch höher gehen können. Und dennoch hat ungefähr jeder Fünfte keine Haftpflichtversicherung, um sich und andere vor Schadensansprüchen zu schützen! Sollten Sie noch nicht volljährig sein, sich im Erststudium oder der Erstausbildung befinden, sind Sie in der Regel über die Familienhaftpflicht der Eltern mitversichert. Um 100 % sicher zu gehen prüfen wir gerne den bestehenden Schutz für Sie ! 

Welche Versicherungen brauche ich, wenn ich schon im Arbeitsleben bin, eine Ausbildung mache oder mich im Referendariat befinde?  

Der nächste wichtige Schutz ist der für Ihre Arbeitskraft. Diese sollte man über eine Berufsunfähigkeitsversicherung (ggf. auch Grundfähigkeitsversicherung / Erwerbunsfähigkeitsversicherung) bzw. Dienstunfähigkeitsversicherung (bei Beamten) absichern. Mit einem solchen Schutz können Sie sich Ihr Arbeitseinkommen größtenteils erhalten und im Fall der Fälle auch den Lebensstandard. Welche der Lösungen und in welchem Umfang diese für Sie in Frage kommt, ist von dem Beruf, möglichen Vorerkrankungen und weiterer Vorgaben abhängig. Den genauen Bedarf werden wir mit Ihnen gemeinsam ermitteln – denn nur dann bekommen Sie den Schutz, der zu Ihnen passt. Oft höre ich dann: „Ja, aber ich werde nicht berufsunfähig“ oder „der Staat sorgt für mich“ – hier ist wichtig zu wissen, dass man zunächst mindestens 5 Jahre in der Gesetzlichen Rentenversicherung versichert sein muss, um überhaupt einen Anspruch auf die sog. Erwerbsminderungsrente zu haben. Gleiches gilt für Beamte, die zunächst 5 Jahre Dienstzeit erbracht haben müssen, bevor sie das sog. Ruhegehalt beziehen können.

Viele Menschen verkennen dabei, dass eine Berufsunfähigkeit nicht eintritt und man danach nie wieder arbeiten kann; im Schnitt dauert eine Berufsunfähigkeit 3 Jahre.  Danach kann man wieder normal arbeiten bzw. schrittweise, je nach Grund der Berufsunfähigkeit, in die Arbeitswelt zurückkehren. Aber diese 3 Jahre zu meistern, ohne sein gesamtes Vermögen aufzuzehren oder in den finanziellen Ruin zu geraten, das ist die große Herausforderung.

Krankentagegeld

 

Als Ergänzung zu der Berufsunfähigkeitsversicherung ist das Krankentagegeld ein wichtiger Schutz. Denn nach 6 Wochen Krankheit übernimmt die Krankenkasse die „Lohnfortzahlung“ und nicht mehr der Arbeitgeber. Das Krankengeld entspricht etwa 70 % des Bruttoeinkommens. Mit einem Krankentagegeld können Sie sich die 30 %, die Ihnen ab der sechsten Wochen Krankheit fehlen, absichern. Vor allem wenn es regelmäßige Verbindlichkeiten gibt wie z. B. Autokredit, Baufinanzierung etc. ist ein solcher Schutz sinnvoll; denn solche Kosten laufen in der Regel weiter und werden von niemandem übernommen.

 

 

Was brauche ich denn darüber hinaus bzw. woran sollte ich noch denken?

Wenn erst mal die wichtigsten Risiken abgesichert und monatlich noch freie Mittel vorhanden sind, sollte man sich zeitnah mit dem Thema Vermögensaufbau beschäftigen. Warum? Das Rentenniveau in Deutschland sinkt schrittweise bis zum Jahr 2030 von 53 % (2004) auf 43 % ab. Was danach passiert, weiß niemand. Die Prognosen und Äußerungen seitens der Politik deuten aber eher auf ein weiteres Absinken des Rentenniveaus hin bei gleichzeitigem Anstieg des Renteneintrittsalters. Was bedeutet das nun für Sie? Für den längerfristigen Vermögensaufbau gibt es verschiedene Möglichkeiten und einige Namen haben Sie sicher auch schon gehört: Riester, Rürup, bAV, Rentenversicherung etc. Welche Versicherung brauche ich denn nun bzw. was ist das Richtige für mich? Gute Frage und die Antwort: Es kommt auf Ihren Bedarf an. Gemeinsam schauen wir uns jede Möglichkeit am Markt an und prüfen, was zu Ihnen passt. Denn jedes der eben genannten Lösungen hat seine Vor- und Nachteile. Und der richtige Vermögensaufbau muss ideal auf Sie abgestimmt sein.

 

Kontaktieren Sie uns und gemeinsam finden wir die richtigen Lösungen 

Ihr Wirtschaftsberater Wetterau Gerry Kreutzer

Gerry Kreutzer unabhängiger Wirtschaftsberater hat 4,94 von 5 Sternen 46 Bewertungen auf ProvenExpert.com